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Capcom stellt REX als KI‑unterstützte nächste Generation der RE‑Engine vor

Auf der am 3. Oktober 2026 abgehaltenen Open Conference „RE: 2026“ stellte Capcom das Weiterentwicklungsprojekt „REX“ der RE‑Engine vor und erläuterte die geplante Integration von Künstlicher Intelligenz in den Entwicklungs‑Workflow.

Die nullbot-RedaktionVeröffentlicht am 4. Oktober 20264 Min. LesezeitQuellen (2)
Das Capcom‑Hauptgebäude in Osaka, Japan.
Tokumeigakarinoaoshima · CC0 · Wikimedia Commons

Am 3. Oktober 2026 präsentierte Capcom auf der offenen Konferenz „RE: 2026“ ein neues Projekt mit dem Namen „REX“. Der leitende Programmierer Satoshi Ishida erklärte, dass REX als die nächste Generation und Weiterentwicklung der bestehenden RE‑Engine positioniert wird und dass das Projekt die Integration von Künstlicher Intelligenz in den gesamten Entwicklungs‑Workflow zum Ziel hat. Diese Ankündigung wurde am selben Tag ebenfalls in Artikeln von The Verge und IGN aufgegriffen, wodurch sie sofort große Aufmerksamkeit in der Spiele‑Industrie erlangte. Capcom betonte, dass das Vorhaben darauf abzielt, die Effizienz der Entwicklungsprozesse zu steigern und gleichzeitig die Verwaltung von umfangreichen Inhalten zu verbessern. Damit soll ein neuer Standard für die Produktion von Spielen gesetzt werden.

Was ist REX?

REX übernimmt die Kernarchitektur der bestehenden RE‑Engine und erweitert sie um integrierte KI‑Unterstützungsfunktionen. Satoshi Ishida erklärte, dass REX die bewährten Stärken der herkömmlichen RE‑Engine beibehalten wird, während gleichzeitig eine Plattform geschaffen wird, auf der Künstliche Intelligenz wiederkehrende, repetitive Aufgaben unterstützt. Konkret werden Funktionen wie die automatische Generierung von Texturen, die systematische Organisation von Assets, Vorschläge für Skripte sowie die Erstellung von Grundformen für das Level‑Design erwartet, die es den Entwicklungsteams ermöglichen, zeitaufwändige Arbeitsschritte zu verkürzen. In der aktuellen Ankündigung befindet sich diese Funktionalität noch in der Implementierungsphase, und es ist noch nicht abschließend geklärt, in welchem Umfang sie in fertigen Spielen zum Einsatz kommen wird. Capcom betonte jedoch ausdrücklich, dass der erste Fokus darauf liegt, die internen Arbeitsabläufe zu verbessern.

Ziele der KI‑Integration

Das Hauptziel, das Capcom mit der Integration von KI verfolgt, besteht darin, zeitintensive Produktionsaufgaben zu reduzieren und die Entwicklungsteams dabei zu unterstützen, den Anforderungen der heutigen groß angelegten Spiele gerecht zu werden. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden vier zentrale Schwerpunkte definiert.

  • Automatisierung repetitiver Aufgaben
  • Unterstützung bei der Verwaltung groß angelegter Inhalte
  • Steigerung der Entwicklungsgeschwindigkeit
  • Sicherstellung kreativer Arbeitszeit für Entwickler

Alle genannten Punkte zielen darauf ab, dass die KI Routineaufgaben übernimmt, sodass Designer und Programmierer sich auf ihre eigentlichen kreativen Entscheidungen konzentrieren können. Capcom betonte ausdrücklich, dass KI als reines Werkzeug zu verstehen ist und dass die endgültigen Design‑ und Kunstentscheidungen weiterhin von Menschen getroffen werden. Das Unternehmen fügte hinzu, dass derzeit nicht vorgesehen ist, von KI generierte Inhalte unmittelbar in ein Spiel zu integrieren. Diese Vorgehensweise spiegelt Capcoms grundsätzliche Haltung wider, dass KI den kreativen Prozess nicht ersetzen, sondern lediglich unterstützend wirken soll.

Unterscheidung zwischen Workflow‑Unterstützung und finalen Assets

Capcom unterscheidet klar zwischen der Verwendung von von KI erzeugten Materialien als direkte finale Spiel‑Assets und der Unterstützung von Arbeitsabläufen durch KI während des Entwicklungsprozesses. In den Präsentationsunterlagen wurde erläutert, dass von der KI vorgeschlagene Texturen und Modelle von menschlichen Künstlern geprüft und bei Bedarf korrigiert werden müssen, bevor sie als endgültige Kunstwerke freigegeben werden können. Durch diesen Ansatz soll die Qualitätskontrolle der kreativen Arbeit sowie das Management rechtlicher Risiken erhalten bleiben, und gleichzeitig verhindert werden, dass KI unbegrenzt Inhalte erzeugt, die ohne menschliche Aufsicht in ein Spiel einfließen.

Zusätzlich betonte Capcom, dass die Kreativen die direkte Verantwortung für Design und Ausgabe tragen. KI fungiere ausschließlich als Hilfswerkzeug, das die Effizienz von Aufgaben steigert und bei der Ideenfindung unterstützt, während die endgültigen Designentscheidungen und der künstlerische Stil weiterhin von Menschen geleitet werden müssen. Diese Richtlinie konkretisiert Capcoms Vision, dass KI nicht die kreativen Entscheidungen übernimmt, sondern vielmehr die Arbeit der Entwickler beschleunigt.

Interne Entwicklungs‑Frameworks und zukünftige Pläne

In der Präsentation wurde gezeigt, wie REX in das interne Entwicklungs‑Framework von Capcom integriert werden soll, jedoch wurden keine konkreten Daten zur Produktivitätssteigerung oder Beispiele für eine direkte Anwendung in veröffentlichten Spielen vorgestellt. Capcom erklärte, dass derzeit Prototypen der KI‑Unterstützungsfunktionen in internen Projekten testweise eingesetzt und Feedback gesammelt werden. Sobald diese Testphase abgeschlossen ist, sollen die Erweiterung der Funktionen und der Veröffentlichungs‑Zeitplan festgelegt werden, wobei zum jetzigen Zeitpunkt weder ein konkretes Veröffentlichungsdatum noch ein vollständiger Funktionsumfang bekannt gegeben wurde. Darüber hinaus arbeitet Capcom an internen Richtlinien für die Nutzung von KI‑generierten Inhalten und stellt klar, dass die uneingeschränkte Verwendung solcher Inhalte nicht gestattet wird.

Auswirkungen auf die Branche und Erwartungen

Die Ankündigung von REX wird als ein neuer Blickwinkel auf die Rolle von KI in der Spieleentwicklung bewertet. Dass Capcom KI ausschließlich als Unterstützung im Workflow einsetzt und die Erstellung finaler Assets klar in menschlicher Hand belässt, könnte für andere große Entwicklungsstudios ein wichtiges Referenzbeispiel darstellen. Gleichzeitig wird erwartet, dass sich die Branche zunehmend in Richtung einer kollaborativen Nutzung von KI‑Tools bewegt, anstatt KI als vollständigen Ersatz für den kreativen Prozess zu sehen. Allerdings ist zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht verifiziert, in welchem Ausmaß REX tatsächlich die Produktivität steigern wird und welchen konkreten Einfluss es auf die visuellen und gestalterischen Aspekte von Spielen haben wird; zukünftige empirische Daten werden daher mit großem Interesse verfolgt.

Derzeit nutzt das Entwicklungsteam von Capcom den Prototyp von REX, um die Automatisierung zeitintensiver Aufgaben sowie die Effizienz der Inhaltsverwaltung zu testen. Sollte dieses Vorhaben erfolgreich sein, könnten sich die Entwicklungszyklen verkürzen und der Anteil kreativer Tätigkeiten erhöhen, was wiederum zu einer gesteigerten Innovationskraft führen würde. Wie sich diese Verbesserungen letztlich in konkreten Spieltiteln widerspiegeln, wird in den kommenden Monaten ein zentraler Beobachtungspunkt sein.

Quellen

  1. Capcom is preparing for a future where we create games together with AIThe Verge · 3. Oktober 2026
  2. Capcom plans to transform RE Engine into an AI generation game engineIGN · 3. Oktober 2026

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