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Apple stellt HomeView für 299 Dollar mit Siri AI in den Mittelpunkt

Apple hat den Smart-Home-Hub HomeView ab 299 Dollar vorgestellt. Das Gerät mit 7-Zoll-Display soll Siri AI ins Zentrum rücken, wird aber laut Apple nicht in der EU verkauft.

Die nullbot-RedaktionVeröffentlicht am 14. Oktober 20265 Min. LesezeitQuellen (2)
Eine Luftaufnahme des Apple Park in Cupertino
Daniel L. Lu (user:dllu) · CC BY-SA 4.0 · Wikimedia Commons

Apple hat am 13. Oktober HomeView vorgestellt, einen Hub für das vernetzte Zuhause mit Bildschirm. Das Gerät kostet in den USA ab 299 Dollar und verfügt über ein 7-Zoll-Liquid-Retina-Display sowie einen eingebauten Lautsprecher. Apple positioniert HomeView als zentrale Schnittstelle für Unterhaltung, FaceTime-Anrufe, Heimüberwachung, sprachgesteuerte Automatisierungen und die Steuerung vernetzter Geräte. Nach Angaben von CNBC ist dies die erste Produkteinführung von CEO John Ternus außerhalb des iPhone-Geschäfts, seit er Anfang September Tim Cook abgelöst hat.

HomeView kann auf einem Tisch stehen oder an einer Wand montiert werden. Apple nennt unter anderem Küchenarbeitsflächen, Nachttische, Beistelltische, Eingangsbereiche und Flure als mögliche Einsatzorte. Das Tischmodell verbindet ein Aluminiumgehäuse und eine kuppelförmige Lautsprecherbasis über ein Edelstahlscharnier, mit dem sich der Bildschirm neigen lässt. Es erscheint in Silber, Starlight, Rosé und Space Grau. Die Wandversion ist in Silber und Space Grau vorgesehen.

Display und persönliche Nutzung

Laut Apple erkennt HomeView bis zu sechs Personen anhand ihrer Gesichter und zeigt für jede Person einen eigenen Startbildschirm mit Apps und Widgets. Nutzer können auf persönliche Inhalte aus Nachrichten, FaceTime, Kalender, Erinnerungen und „Wo ist?“ zugreifen. Apple erklärt, persönliche Inhalte blieben vor anderen Haushaltsmitgliedern geschützt; gemeinsame Fotoalben und Musik ließen sich dagegen auch mit Gästen nutzen. Über ein ausgewähltes gemeinsames Album kann das Gerät zudem als digitaler Bilderrahmen dienen.

Das Display passt seine Helligkeit dem Umgebungslicht an. Apple beziffert die maximale Helligkeit auf 500 Nits und den Nachtwert auf bis zu 0,3 Nits. Die Oberfläche soll sich außerdem an die Entfernung der Person anpassen: Aus größerer Distanz werden einfachere, gut lesbare Informationen gezeigt, aus der Nähe mehr Details. Als Prozessor ist ein Apple-A18-Chip eingebaut. Diese Angaben stammen von Apple; unabhängige Praxistests lagen zum Zeitpunkt der Ankündigung nicht vor.

Siri AI als Kern der Strategie

Im Zentrum der Einführung steht Siri AI. Apple beschreibt die neue Siri als deutlich leistungsfähiger und dialogorientierter, mit Verständnis für persönlichen Kontext und für Inhalte auf dem Bildschirm. Auf HomeView soll Siri AI Fragen zu einer breiten Palette von Themen beantworten, Musik besser auffindbar machen und natürliche Gespräche ermöglichen. In Verbindung mit einem iPhone oder iPad, das Apple Intelligence unterstützt, kann der Assistent laut Apple auf persönlichen Kontext aus Kalender, Nachrichten und relevanten App-Informationen zurückgreifen.

Apple zufolge können Gespräche, die auf HomeView beginnen, in der Siri-App auf iPhone, iPad, Mac, Apple Watch oder Apple Vision Pro fortgesetzt werden. Der Verlauf werde über iCloud privat zwischen den Geräten synchronisiert. Auch Menschen ohne ein Apple-Intelligence-fähiges iPhone oder iPad sollen von allgemeinem Wissen, Gesprächen und der Musiksuche von Siri AI profitieren. Einstellungen für Ausdruck und Sprechtempo der Siri-Stimme würden von einem gekoppelten kompatiblen Gerät übernommen.

Apple nennt für HomeView insbesondere diese Funktionen:

  • Gesichtserkennung und personalisierte Oberflächen für bis zu sechs Personen
  • Sprachsteuerung, Fragen und fortsetzbare Dialoge über Siri AI
  • FaceTime, Musikwiedergabe und Nutzung als digitaler Bilderrahmen
  • Dashboard für Kameras, Thermostate und vernetzte Türschlösser
  • Einrichtung neuer Smart-Home-Geräte mit einem Tipp auf dem iPhone

Unterhaltung und neue Hardware

Auch die Audioausstattung hebt Apple hervor. Das Tischmodell besitzt nach Unternehmensangaben zwei speziell entwickelte Breitbandtreiber im Display, einen nach unten abstrahlenden Tieftöner und zwei kraftausgleichende Passivmembranen. Apple Silicon und Echtzeitsensoren sollen Lautstärke und Basswiedergabe laufend optimieren. Die Wandversion nutzt auf die Wandmontage abgestimmte Treiber und Rechenaudio. Unterstützt werden Apple Music, Apple Podcasts, Apple News, Apple TV sowie kompatible Audio- und Video-Apps anderer Anbieter.

Parallel kündigte Apple einen neuen Apple TV 4K und einen HomePod Mini in neuen Farben an. CNBC zufolge kostet der neue Apple TV 4K 299 Dollar und hat eine überarbeitete Fernbedienung, die bei Verlust einen Ton abspielen kann. Der Preis steigt damit von zuvor 199 auf 299 Dollar. Der HomePod Mini kostet 149 statt bisher 129 Dollar. CNBC verweist auf steigende Preise und schwächere Nachfrage in der Unterhaltungselektronik, die mit Engpässen bei Speicher- und Storage-Komponenten zusammenhängen.

Ökosystem, Datenschutz und Verfügbarkeit

HomeView, Apple TV und HomePod gehören zur Sparte Wearables, Home and Accessories. Diese erzielte laut CNBC im jüngsten, Ende Juni abgeschlossenen Quartal 7,88 Milliarden Dollar Umsatz, rund 7 Prozent des Apple-Gesamtumsatzes. Zu der Sparte zählen auch AirPods und Apple Watch. Investoren richteten ihren Blick weiter vor allem auf iPhone-Verkäufe, berichtete CNBC. Apple habe die Zubehörprodukte jedoch als Schaufenster für die im Vormonat veröffentlichten neuen Siri-Funktionen positioniert.

Apple erklärt, HomeView könne als Smart-Home-Hub Benachrichtigungen und Aktionen im Haushalt koordinieren. Es arbeite mit unterschiedlichen Produkten, darunter neuen Schlössern, Türklingeln und Kameras von LG Electronics und Schneider Electric. Über das Dashboard lassen sich laut Apple Kamerabilder ansehen, Thermostate einstellen und vernetzte Türen verriegeln. Jennifer Kent, Principal Analyst bei Parks Associates, sagte CNBC, Apple warte üblicherweise, bis sich ein Ökosystem entwickelt habe und das Unternehmen sicher sei, ein überzeugendes Nutzererlebnis liefern zu können.

Beim Datenschutz betont Apple Verschlüsselung. Daten von Zubehör der Apple Home Collection seien so geschützt, dass nur Nutzer und von ihnen freigegebene Personen sie sehen könnten. CNBC verweist darauf, dass andere Smart-Home-Kameras teils begrenzten Zugriff auf Videos behielten oder Aufnahmen auf Servern speicherten. Kent bewertete Apples Schutzmaßnahmen gegenüber CNBC als weitergehend als bei vielen anderen Unternehmen. Wie diese Zusagen im Alltag funktionieren, wird sich erst nach der Markteinführung zeigen.

Vorbestellungen sind in Australien, Kanada, Indien, Neuseeland, dem Vereinigten Königreich und den USA möglich; der Verkauf beginnt dort am 13. November. In Singapur beginnen Vorbestellungen am 15. Oktober, in Südafrika erfolgt der Vertrieb über autorisierte Händler. Siri AI ist in diesen Ländern auf Englisch verfügbar. Unterstützung für kanadisches Französisch soll laut Apple später per kostenlosem Softwareupdate folgen. In der Europäischen Union wird HomeView nicht verkauft, weil Siri AI dort auf iOS derzeit nicht verfügbar ist. Apple erklärt, konstruktiv mit der EU an einem Weg nach vorn zu arbeiten.

Bedeutung für Unternehmen und Organisationen

Für Unternehmen und Organisationen im deutschsprachigen Raum zeigt die Ankündigung, wie Apple Sprach-KI, Bildschirmsteuerung und Datenschutz im Smart Home zusammenführen will. Einen konkreten Vertrieb für Deutschland, Österreich oder die Schweiz nennt das vorliegende Material nicht. Hersteller vernetzter Geräte, Content-Anbieter und Betreiber von Gebäuden können dennoch prüfen, welche Anforderungen Apples Schnittstelle und Kompatibilität an Produkte stellen. Die fehlende EU-Verfügbarkeit macht zudem deutlich, dass regionale Regeln und die Verfügbarkeit von KI-Funktionen Vertriebs- und Partnerpläne unmittelbar beeinflussen können.

Quellen

  1. Apple releases HomeView smart home hub to showcase Siri AICNBC · 13. Oktober 2026
  2. Meet Apple HomeView, a new way to enjoy entertainment, stay connected, and manage the homeApple · 13. Oktober 2026

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