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ASUS präsentiert XA P2N‑E2 Server mit zwei NVIDIA Vera CPUs für agentische KI beim OCP Summit

Auf dem OCP Global Summit 2026 in San Jose stellte ASUS den 2U‑Server XA P2N‑E2 vor, der von zwei NVIDIA Vera Prozessoren angetrieben wird und speziell für die Ausführungs‑Schicht agentischer KI‑Workloads konzipiert ist.

Die nullbot-RedaktionVeröffentlicht am 13. Oktober 20263 Min. LesezeitQuellen (2)
Serverracks in einem Rechenzentrums-Computerraum
NOIRLab/NSF/AURA/T. Slovinský · CC BY 4.0 · Wikimedia Commons

Am 12. Oktober 2026 präsentierte ASUS auf dem OCP Global Summit 2026 in San Jose den neuen 2U‑Rack‑Server XA P2N‑E2, der auf der neuesten MGX‑Architektur von NVIDIA basiert und mit zwei NVIDIA Vera Prozessoren ausgestattet ist, die speziell für die Ausführungs‑Ebene von agentischen KI‑Workloads konzipiert wurden.

Der XA P2N‑E2 richtet sich laut ASUS an Anwendungen, die nicht nur das Training von Modellen oder die reine Inferenz betreffen, sondern vor allem die Code‑Ausführung, das Nutzen von Werkzeugen, den Betrieb von Sandbox‑Umgebungen, die Verarbeitung großer Datenmengen und die Orchestrierung komplexer KI‑Pipelines ermöglichen.

Technische Spezifikationen der Vera‑CPUs

Jede der beiden Vera‑CPUs integriert 88 kundenspezifische Olympus‑Kerne, die über Spatial Multithreading verfügen und zusammen 176 Hardware‑Threads bereitstellen; die maximale thermische Designleistung (TDP) liegt bei 480 W pro Sockel, was eine erhebliche Leistungsreserve für rechenintensive Agentenaufgaben bedeutet.

ASUS gibt an, dass die Vera‑Kerne im Vergleich zu herkömmlichen x86‑Prozessoren bis zu 1,8‑mal höhere Single‑Thread‑Leistung erzielen, dass die Sandbox‑Isolation um das 1,8‑fache beschleunigt wird und dass der Gesamtdurchsatz von KI‑Workflows um das 1,5‑fache steigt, wenn beide CPUs gleichzeitig genutzt werden.

Speicher, Interconnect und GPU‑Unterstützung

Der Server ist mit 16 SOCAMM2 LPDDR5X‑Modulen ausgestattet, die mit 9600 MT/s laufen und zusammen eine maximale Speicherkapazität von 1,5 TB sowie eine Bandbreite von 1,2 TB/s ermöglichen; ASUS behauptet, dass diese Lösung die Energieeffizienz herkömmlicher RDIMM‑Module verdoppelt und dabei 50 % weniger Strom verbraucht.

Durch die zweite Generation von NVIDIA NVLink‑C2C wird eine kohärente CPU‑zu‑CPU‑Kommunikation von bis zu 1,8 TB/s und eine Kern‑zu‑Kern‑Bandbreite von 3,4 TB/s bereitgestellt, was das von ASUS in internen Studien identifizierte Inter‑Die‑Latenz‑Problem adressiert.

Das Gehäuse bietet Platz für bis zu zwei NVIDIA RTX PRO 6000 Blackwell Server Edition GPUs, die jeweils in einem Doppel‑Slot‑Bay untergebracht werden können und einen maximalen Stromverbrauch von 600 W pro Karte haben.

Strom‑ und Kühlungsarchitektur

Der XA P2N‑E2 nutzt ein dual‑redundantes Stromversorgungssystem mit zwei 2000 W‑Netzteilen, die nach dem 80 PLUS Titanium‑Standard zertifiziert sind, um eine stabile Energieversorgung selbst unter Volllast sicherzustellen.

Entgegen vieler Konkurrenzprodukte setzt das 2U‑Gehäuse ausschließlich auf eine fortschrittliche Luftkühlung, wodurch die Komplexität einer Flüssigkühl‑Infrastruktur entfällt und gleichzeitig ein wartungsfreundlicher Betrieb ermöglicht wird.

  • Zwei NVIDIA Vera CPUs (je 480 W TDP)
  • Bis zu zwei RTX PRO 6000 GPUs (je 600 W)
  • 16 × SOCAMM2 LPDDR5X‑Module (insgesamt 1,5 TB)
  • Zwei 2000 W 80 PLUS Titanium Netzteile

Zusätzlich zum XA P2N‑E2 stellte ASUS das XA VR721‑E3 AI POD vor, ein rack‑großes System, das 36 Vera‑CPUs und 72 NVIDIA Rubin GPUs in einem flüssig‑gekühlten Chassis kombiniert, um Unternehmen eine skalierbare Plattform für groß‑flächiges Modell‑Training zu bieten.

Eine interne ASUS‑Studie vom 10. August 2026 identifizierte vier zentrale Hardware‑Engpässe für agentische KI: unzureichende Single‑Thread‑Leistung, mangelnde Speicher‑Bandbreite pro Kern, hohe Inter‑Die‑Latenz und das Fehlen einer hardwarebasierten Sandbox‑Isolation; der XA P2N‑E2 adressiert insbesondere das letzte Problem durch eine dedizierte Hardware‑Enklave.

Für Unternehmen in Deutschland bedeutet diese neue Lösung, dass ein einzelner Knoten komplexe agentische KI‑Pipelines – etwa autonome Code‑Generierung, Echtzeit‑Werkzeug‑Orchestrierung und sichere sandbox‑basierte Ausführung – ausführen kann, ohne die üblichen Latenz‑Einbußen zu erleiden, die bei herkömmlichen CPU‑GPU‑Kombinationen auftreten.

Die kombinierten Verbesserungen bei Single‑Thread‑Geschwindigkeit, Speicher‑Durchsatz und integrierter Sandbox‑Isolation versprechen deutschen Firmen eine deutlich schnellere Time‑to‑Insight, geringere Betriebskosten und ein niedrigeres Risiko bei der großflächigen Nutzung von KI‑Agenten in sicherheitskritischen Umgebungen.

Insgesamt stellt der XA P2N‑E2 einen wichtigen Schritt dar, um die wachsende Nachfrage nach spezialisierten Serverplattformen zu befriedigen, die nicht nur rohe Rechenleistung, sondern auch gezielte Optimierungen für die Ausführungs‑Schicht von KI‑Agenten bieten.

Der Server ist ab sofort über das globale ASUS‑Vertriebsnetz erhältlich und wird voraussichtlich im dritten Quartal 2026 in deutschen Rechenzentren eingeführt, wobei ASUS bereits mehrere Pilotprojekte mit führenden deutschen Technologieunternehmen angekündigt hat.

Quellen

  1. ASUS Debuts XA P2N-E2 Server With Dual NVIDIA Vera CPUs at OCP – Unite.AIunite.ai · 12. Oktober 2026
  2. ASUS Unveils XA P2N-E2 Powered by NVIDIA Vera CPU for Agentic AI Workloads at OCP 2026 - The Globe and Mailtheglobeandmail.com · 12. Oktober 2026

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